Ein historisches Filmdrama
Drehbuch von Isabella Pallavicini
Inspiriert von Figuren und Ereignissen aus ihrem Roman “The Interpreter“ („Der Dolmetscher“)

Die Inspiration
Bei den Recherchen zu meinem Roman faszinierte mich der außergewöhnliche Mut von Monsignore Hugh O’Flaherty und das geheime Rettungsnetzwerk, das er während der nationalsozialistischen Besatzung Roms aus dem Schutz des Vatikans heraus organisierte. Sein Einsatz für Juden, entflohene alliierte Kriegsgefangene und andere von den Nationalsozialisten Verfolgte regte mich dazu an, mir das Leben jener Menschen vorzustellen, die an seinen geheimen Rettungsaktionen beteiligt gewesen sein könnten.
Aus diesen Recherchen entstand die fiktive Figur – Nina Pallavicini – und mit ihr die Geschichte von „Refuge in Rome“.
Die Geschichte
Rom, 1943: NINA PALLAVICINI, eine junge italienische Witwe aus aristokratischem Hause, lebt im eleganten Palazzo ihrer Familie in Rom. Als engagierte Lehrerin widersetzt sie sich im Stillen der faschistischen Ideologie, die in Italiens Klassenzimmern vermittelt wird. Ihr Mann Luca, ein italienischer Jagdflieger, ist in Nordafrika gefallen. Trost findet Nina in ihrer Tätigkeit als Kirchenorganistin und in ihren engen Verbindungen zum Vatikan.
Ihr bislang relativ behütetes Leben verändert sich schlagartig im September 1943, als deutsche Truppen Rom besetzen. Vor dem Bahnhof Termini lösen Schüsse eine Panik in der Menschenmenge aus. In dem Durcheinander werden zwei kleine jüdische Schwestern von ihren Eltern getrennt. Als deutsche Lastwagen auf den Platz fahren und Soldaten die Ausgänge abriegeln, werden die Eltern verhaftet. Nina entdeckt die verängstigten Mädchen und nimmt sie mit nach Hause.
Um die beiden zu schützen, wendet sie sich an MONSIGNORE HUGH O’FLAHERTY, einen irischen Priester, den sie durch ihre kirchliche Tätigkeit kennt. Vom neutralen Vatikan aus leitet O’Flaherty ein geheimes Rettungsnetzwerk. Nina beschafft gefälschte Papiere, die die Mädchen als katholische Waisen ausweisen und ihnen Schutz bieten sollen.
Kurz darauf steht FABRIZZIO vor ihrer Tür, ein ehemaliger Staffelkamerad ihres verstorbenen Mannes. Von den Nationalsozialisten verfolgt und schwer krank, braucht er ein Versteck. Nina willigt ein, ihn für zwei Nächte aufzunehmen. Doch ein schwerer Malariarückfall macht ihn zu schwach, um weiterzureisen. Während Nina ihn gesund pflegt, wachsen zwischen ihnen zärtliche Gefühle. Fabrizzios Anwesenheit bringt Nina und die Mädchen jedoch in noch größere Gefahr.
Ein gefährliches Spiel der Täuschung
HERBERT KAPPLER, der Gestapochef in Rom, vermutet, dass Ninas Verbindungen zum Vatikan ihn auf die Spur von O’Flahertys geheimem Rettungsnetzwerk führen könnten. Er befiehlt dem deutschen Offizier KARL HISSING, in ihrem Palazzo Quartier zu beziehen und ihre Aktivitäten zu untersuchen.
Während Fabrizzio im Haus versteckt ist und die Mädchen unter falscher Identität leben, muss Nina ihre Geheimnisse sorgfältig verbergen.
Karl ist jedoch nicht der skrupellose Offizier, den sie erwartet hat. Gebildet und höflich, verliebt er sich allmählich in Nina. Obwohl er ahnt, dass sie etwas verbirgt, gerät seine Zuneigung zu ihr zunehmend in Konflikt mit seiner Pflicht gegenüber Kappler.
Eine verzweifelte Rettungsaktion
Als Nina erkennt, dass Fabrizzio nicht länger in ihrem Haus bleiben kann, wendet sie sich erneut an O’Flaherty, der ein sicheres Versteck für ihn organisieren kann. Obwohl Fabrizzio noch immer von der Malaria geschwächt ist, bereitet er seine Abreise vor. Nina fährt ihn selbst. Unterwegs geraten sie in eine Kontrolle der italienischen Polizei. Fabrizzio wird verhaftet und in die Questura gebracht, das römische Polizeipräsidium und Verhörzentrum.
Nina weiß, dass Fabrizzio kaum eine Überlebenschance hätte, sollte er in das berüchtigte Gestapogefängnis in der Via Tasso überstellt werden. Entschlossen, ihn zu retten, wendet sie sich an das Fatebenefratelli-Krankenhaus auf der Tiberinsel, wo Ordensbrüder Verfolgten bei der Flucht helfen. Gemeinsam mit einem Arzt, der O’Flahertys Rettungsnetzwerk angehört, organisiert Nina Fabrizzios Verlegung ins Krankenhaus. Dort wird er stark sediert und zwischen den Leichen verstorbener Patienten verborgen.

Zusammen mit den Toten wird Fabrizzio zu einer Grabstätte bei einem Kloster außerhalb Roms transportiert. Dort holen Nina und ein Ordensbruder ihn heimlich wieder hervor. Auf dem Friedhof begegnet Nina einem alten Mann und seinem kranken, behinderten Enkel. Die Familie hat im Krieg schwere Verluste erlitten und kämpft ums Überleben.
Von ihrem Schicksal berührt, bietet Nina an, den Jungen zu pflegen, ihn zu unterrichten und die Familie finanziell zu unterstützen. Im Gegenzug erklären sich der Großvater und die Mutter des Jungen bereit, Nina und die Mädchen auf ihrem Bauernhof aufzunehmen.
Eine ungewisse Zukunft
Kapplers Misstrauen gegenüber Nina wächst weiter, und er stellt sie unter Hausarrest. Karl ist zunehmend hin- und hergerissen zwischen seiner Pflicht und seinen Gefühlen für Nina. Obwohl er vermutet, dass sie ihn getäuscht hat, bringt er es nicht über sich, sie Kapplers Nachforschungen schutzlos auszuliefern.
Entschlossen, die Mädchen zu schützen, bereitet Nina heimlich ihre Flucht vor. Es gelingt ihr, mit den beiden zu entkommen und den sicheren, abgelegenen Bauernhof zu erreichen.
Ninas Gedanken sind weiterhin bei Fabrizzio. Im Kloster begegnet sie ihm wieder. Er hat sich erholt und seine Kräfte zurückgewonnen. Ihr Wiedersehen schenkt ihnen einen Augenblick des Glücks, doch Fabrizzio ist entschlossen, sich dem Widerstand anzuschließen. Nina fürchtet, den Mann zu verlieren, den sie lieben gelernt hat. Sie kehrt zum Bauernhof zurück, wo die Mädchen in ihrer neuen Umgebung Geborgenheit und Sicherheit gefunden haben.
Was als Akt des Mitgefühls begann, hat Ninas Leben grundlegend verändert. Hatte sie sich dem Faschismus zunächst nur im Stillen widersetzt, so hat sie nun den Mut gefunden, sich offen jenen entgegenzustellen, die die Menschen bedrohen, die sie liebt. Doch der Krieg geht weiter …
Kann Nina die Mädchen beschützen, bis Rom befreit wird?
Werden die Schwestern ihre Eltern jemals wiedersehen?
Und wird Fabrizzio den Krieg überleben und zu Nina zurückfinden?